Einen Augenblick Gesangstunde

Einen Augenblick Gesangstunde

Nach einer langen pandemiebedingten Chorprobenpause, trafen sich am 23.8.21 wieder Sänger und Sängerinnen, um gemeinsam zu üben. Auf dem Parkplatz hinter der Kirche fand sich ausreichend Platz, um auf Abstand zu singen. Die Chorleiterin Dagmar Berg hatte im Vorfeld das Einverständnis der Nachbarn eingeholt. Diese hatten sofort zugestimmt, sodass einer freudigen Chorprobe nichts im Wege stand.

Am Ende waren sich alle einig: „Das hätten wir auch vor Corona schon einmal machen können. Es singt sich gut an der frischen Luft.“
Auch wenn während der Gottesdienste momentan nicht gesungen werden darf, so war diese Probe ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis.

Staffelstabübergabe in der Gemeinde Gütersloh-Mitte

Staffelstabübergabe in der Gemeinde Gütersloh-Mitte

Die Gemeinde Gütersloh-Mitte kam am Sonntag zu einem besonderen Gottesdienst zusammen. Das zeigte sich nicht nur daran, dass Apostel Wolfgang Schug den Gottesdienst leitete, sondern auch, dass zahlreiche Gäste aus den umliegenden Gemeinden der Feierstunde beiwohnten. Angekündigt waren Veränderungen im Amtsträgerkreis: Verabschiedung von Vorsteher Klaus-Uwe Ott und Diakon Burkhardt Öffler in den Ruhestand und Einführung von Priester Volker Sädler als neuer Gemeindeleiter.

Als Grundlage zur Predigt diente das Bibelwort aus 1. Thessalonicher 4; 9: „Über die Bruderliebe brauche ich euch nicht zu schreiben; Gott selbst hat euch schon gelehrt, einander zu lieben.“ Apostel Schug ging in seinen Ausführungen auf die Gründung der Gemeinde Thessaloniki ein: „Paulus hatte diese Gemeinde gegründet, weil er Begegnung wollte.“ Auch heute brauche man einander, um treu zu bleiben. Und so sei ein wesentliches Merkmal der Gemeinde die geschwisterliche Liebe. „Eine Gemeinschaft mit Gott ist ohne eine Gemeinschaft mit dem Nächsten nicht vorstellbar“, gab Apostel Schug den Gläubigen mit auf dem Weg.

In seinem Predigtbeitrag unterstrich Hirte Klaus-Uwe Ott den Wert dieser Gedanken: „Wir haben heute ein Rezept bekommen, das wir nur anwenden müssen“, erläuterte er. Weiter machte er deutlich, dass dieser letzte Gottesdienst in seiner Funktion als aktiver Amtsträger ihn mit Ehrfurcht und Dankbarkeit erfülle. „Ich bedanke mich bei euch, dass wir diese Wegstrecke gemeinsam gehen durften“, so der Hirte. Die im Gottesdienst angesprochene Liebe werde man auch in Zukunft gemeinsam weiterhin praktizieren.

Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls verabschiedete Apostel Schug vor der Gemeinde Diakon Öffler in den Ruhestand mit den Worten: „Ein langjähriges Dienen als aktiver Amtsträger geht heute zu Ende.“ Es sei immer wichtig gewesen, wachsam zu sein: „Nicht um zu kontrollieren, sondern um zu dienen“, betonte der Apostel.

Als  Hirte Klaus-Uwe Ott an den Altar gerufen wurde, erklang das Lied: „Herr, Herr wir danken Dir“, das zahlreiche Chormitglieder in den Wochen zuvor digital aufgenommen hatten und nun für alle als Chorgesang auf der Leinwand zu sehen und zu hören war. Apostel Schug machte in seiner Ansprache an den bisherigen Vorsteher deutlich, dass dieser nicht nur viele Erfahrungen als Amtsträger in mehr als 40 Jahren gesammelt habe. „Du hast das alles gemacht, um dem lieben Gott in seinem Werk zu helfen“, betonte der Apostel.  Klaus-Uwe Ott war 38 Jahre als Priester und viereinhalb Jahre als Vorsteher tätig. Ebenso war er auch in Missionsgebieten wie Portugal und Russland (Kaliningrad) und auch als Fremdsprachenbeauftragter aktiv. „Es ist schwierig, deine Tätigkeit und deinen Einsatz in Worte zu fassen, da  sie umfangreich und groß gewesen sind“, so der Apostel.

Dem zukünftigen Gemeindeleiter Volker Sädler gab Apostel Schug mit auf den Weg, dass die Erwartungen an einen Vorsteher hoch seien. Es gehe nicht darum, perfekt zu sein. Jeder in der Gemeinde solle aber einen Platz im Herzen des Vorstehers haben und „jeder will sicher sein, dass er richtig unterwegs ist“. Dazu sei die Verbindung zum Apostelamt wichtig.

Nach dem Gottesdienst, der durch ein Chorensemble musikalisch untermalt wurde, stellten sich die beiden Ruheständler und der neue Gemeindeleiter vor den Altar, wo sie von den zahlreichen Gästen Glück- und Segenswünsche entgegennahmen.

Text: GW Bilder: RC

 

 

Diamantene Hochzeit in Gütersloh-Mitte – 60 Jahre Dankbarkeit

Diamantene Hochzeit in Gütersloh-Mitte – 60 Jahre Dankbarkeit

Zu einem besonderen Gottesdienst hatte sich die Gemeinde Gütersloh-Mitte versammelt, in dem die Gemeindemitglieder Katharina Schellenberg mit ihrem Ehemann Abram den Segen zur Diamantenen Hochzeit empfingen.

Als Grundstein für die Predigt diente das Bibelwort im 17. Kapitel des Johannesevangeliums, aus den Versen 20-21. „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien.”

Nach dem Vorlesen des Bibelwortes gab es eine freudige Überraschung. Denn seit langer „Corona Zeit“ war für die anwesenden Mitglieder und Gäste sowie die Zahlreichen, die den Gottesdienst per Livestream verfolgten, auch ein Chorensemble aus dem Kirchenschiff (Empore) zu hören, das das Lied „Lobe den Herrn meine Seele“ intonierte.

Das Lied griff der Gemeindeleiter, Hirte Klaus-Uwe Ott zu Beginn seiner Predigt auf, wandte sich an das Jubiläumspaar bescheinigte ihnen: „Auch Ihr habt einen Grund dazu, den Herrn zu loben. Seit 60 Jahren dürft ihr den Lebens- und Glaubensweg gehen. Das ist ein Geschenk unseres Gottes, das ist Gnade“, so der Hirte.

Der Gemeindeleiter beschrieb in seiner Predigt, dass man sich zwar schnell einig werden könne, dass zum Einssein aber mehr gehöre. „Der dreieinige Gott ist gegenwärtig. Der Glaube ist die Voraussetzung zum Einssein. Ich bin mir sicher, dass auch Ihr manches Mal eine unterschiedliche Meinung hattet, ihr seid aber immer eins gewesen“, schrieb er dem Diamantpaar ins Stammbuch.

Nachdem der Choral „Habe ich nur Deine Gnade“ vom Vokalensemble vorgetragen worden war, erläuterte Priester Hans-Jürgen Berg in seinem Predigtbeitrag das Wesen eines Diamanten. Der Stein habe viele Facetten und werde danach auch bewertet. „Ihr seid so ein Diamant. Der liebe Gott hat an Euch etwas geschliffen. An guten und an schlechten Tagen“, bescheinigte er dem Diamantpaar.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat der Gemeindeleiter das Jubiläumspaar Schellenberg vor den Altar. Bezugnehmend auf das Bibelwort aus Jesaja 46; 3-4 sagte er: “Auch in den vergangenen 60 Jahren musstet ihr manche Belastungen er- und Bewährungsprozesse durchleben, die aber mit Gottes Hilfe durchstanden wurden. Unser Himmlischer Vater hat euch dennoch hindurch getragen, ER hat euch errettet vor manchem Leid, wo es schien, es geht nicht mehr weiter.“

Nach Gebet und Schlusssegen erfreute das Chorensemble das Jubiläumspaar mit einem Wunschlied „So nimm denn meine Hände…”

Text: G.W. / K-U.O. Bilder: R.C.

 

Was hat Pizza mit Kirche zu tun, und Tee mit Gottvertrauen?

Was hat Pizza mit Kirche zu tun, und Tee mit Gottvertrauen?

Ein tiefes DANKE für unsere Brüder und Ihre Frauen, die am kommenden Sonntag aus dem aktiven Kirchendienst scheiden!

Wir haben mal geschaut, wann ihr ins Amt gekommen seid, Verantwortung übernommen habt: Uwe im Jahr 1979, und Burkhardt im Jahr 1987. Zusammen sind das 27.545 Tage – über 75 Jahre! Zusammen mit euren Frauen 150 Jahre Kirchengeschichte! Auch eure Kinder haben ihren Anteil an dieser gewaltigen Arbeit!

Wie oft habt ihr zugehört, hattet schlaflose Nächte, weil die Gemeinde so präsent war, wie viele Stunden standet ihr an der Kirchentür? Habt in die Augen euerer Glaubensgeschwister geschaut, den Schmerz erkannt, gehandelt, auch gebetet! Die Kinder in der Vorsonntagsschule waren euch so wichtig, dass ihr unzählige Unterrichte vorbereitet und durchgeführt habt, genau wie in der Sonntagsschule, für die Jugend seid ihr weite Wege gefahren, habt Gottesdienste vorbereitet in Wort und Tat. Wie oft die Blumen am Altar arrangiert? Ward einladen – wie das früher hieß, da war die Missionsarbeit, in Englisch vor der eigenen Haustüre, aber auch in Portugal und im Baltikum. Was war noch alles: im Chor gesungen, geputzt, geopfert, gelitten, geglaubt, gehofft, gezweifelt, ertragen, und bis heute alles ausgehalten!

Noch einmal die Frage: Was hat Pizza mit Kirche zu tun, und Tee mit Gottvertrauen?

Burkhardt: du hast dich stark gemacht für die Güte-Nacht. Oft vor besonderen Gottesdiensten. Dann hat die Jugend hier in der Kirche übernachtet. Es gab Pizza, Gitarrenmusik, Filme, Gespräche und lange Nächte! Ganz viel intensive Vorbereitung auf den Gottesdienst. Du hast uns von den Unbedachten in unserer Stadt erzählt, die Jugend hat uns immer wieder auf den Gottesdienst für Entschlafene vorbereitet. Viel mehr geht nicht. Du hast Dich dafür eingesetzt! Wir haben es nicht vergessen!

Und die Sache mit dem Tee? Ein Besuch mit dir Uwe bei einem unordentlichen Haushalt – sehr, sehr unordentlich, eigentlich dreckig. Es gab Tee aus einem noch dreckigeren Topf. Du hast das Angebot angenommen und den Tee genommen – was ich nicht verstehen konnte. Auf dem Weg nach Hause habe ich dich gefragt: Warum hast du ja gesagt zum Tee? Deine Antwort habe ich bis heute nicht vergessen: weil wir in SEINEM Auftrag unterwegs sind, ER passt auf uns auf!

Können wir das wirklich würdigen? Irgendwie angemessen DANKE sagen? Niemals! Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene („gut“) und dicere („sagen“), also eigentlich von jemandem gut sprechen, jemanden loben! Genau das möchten wir: von euch gut reden, euch loben!

Zum Glück hat GOTT vorgesorgt. ER riet uns Menschen von vorneherein folgendes: Wenn ihr jemanden segnen wollt, dann nehmt gleich MEINEN Segen, diesen Rat von GOTT erhielt bereits Aaron – diesen Segen möchten wir euch von Herzen wünschen:

Der HERR segne euch und behüte euch; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden. 4. Mose 6, 24-26

Fotos AS

 

Zuversicht ausstrahlen in unserer Stadt: Gebetswoche in Gütersloh vom 25. bis 29. Januar 2021

Zuversicht ausstrahlen in unserer Stadt: Gebetswoche in Gütersloh vom 25. bis 29. Januar 2021

Der Christenrat Gütersloh ruft auch in diesem Jahr zur Gebetswoche auf. Nähere Einzelheiten aus der Pressemitteilung sind in Auszügen weiter unten zu lesen.

Hier der Link zu den Impulsen des Christenrates Gütersloh für diese Gebetswoche:

https://www.youtube.com/watch?v=u_N3V9OdX8I

In der Pressemitteilung des Christenrates heißt es unter anderem:

Zitat: Gesundheit und Zuversicht – wohl gefragter und ersehnter denn je in diesen Tagen, bei allen Menschen weltweit. Darum leuchten diese Worte in den kommenden Wochen von der Rathausfassade in Gütersloh den Vorbeigehenden entgegen, als gute Wünsche, als Zuspruch und Zeichen der städtischen Verbundenheit.

In der Woche vom 25. bis 29. Januar werden sie zusätzlich musikalisch untermalt. Vom Glockenspiel am Rathaus erklingt dann täglich zur Abenddämmerung eine Melodie:Montag bis Freitag um 17:00 Uhr.

“Von guten Mächten treu und still umgeben”, verrät Joachim Martensmeier, „welches Lied könnte uns zuversichtlicher und tröstlicher bestärken in diesen Zeiten?“ Der ehemalige Dezernent der Stadt Gütersloh wird die Vertonung des berühmten Gedichts von Dietrich Bonhoeffer jeweils live auf dem Manual im Rathaus einspielen. Augenzwinkernd fügt er hinzu: „Die Melodie ist umso passender, da das Glockenspiel mit seinem eingeschränkten Tonumfang über ein Manual mit 35 Tasten recht gewöhnungsbedürftig zu bespielen ist.”

Die Idee des Christenrates geht auf die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Stadt Gütersloh zurück, und das klingende Hoffnungszeichen ist der gastfreundlichen Bereitstellung der Stadt sowie der spontanen Mitwirkung von Joachim Martensmeier zu verdanken.

Traditionell ruft der Christenrat als ökumenische Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und Gemeinschaften in Gütersloh seit 13 Jahren die Menschen in der letzten Woche im Januar zum gemeinsamen Gebet auf. Eigentlich findet die Gebetswoche an Orten statt, an denen üblicherweise keine Gottesdienste sind – im Ratssaal, in der Theater-Lobby, aber auch in Maschinenhallen. In der Mitte der Woche war das Rathaus in den letzten Jahren stets der herausragende Treffpunkt, als besonderer Ausdruck der Verbundenheit zwischen politisch Verantwortlichen und Bürger*innen im gemeinsamen Suchen und Ringen um das Beste für die Stadt Gütersloh.

“Auch wenn sich solche persönlichen Zusammentreffen in diesem Jahr verbieten, wollten wir unbedingt ein Zeichen setzen, dass die Sorge und das Gebet füreinander und um unsere Stadt gerade jetzt umso wichtiger sind”, so Erika Engelbrecht, Sprecherin des Christenrats. “Wir laden dazu ein, die Abende dieser Woche zuhause oder auf einem Spaziergang im Sinne unserer Gebetswoche zu nutzen.” [Ende Zitat]

Denn: Gebet und Zuversicht gehören untrennbar zusammen. [Anm. d. Verf.]

 

Weihnachtsbaum in Corona Zeiten

Weihnachtsbaum in Corona Zeiten

In der Advents- und Weihnachtszeit gehört ein weihnachtlich geschmückter Altar und Tannenbaum zum Kirchenbild einfach dazu.

Auch in diesem Jahr sollte es so sein. Die einzuhaltenden Corona Regeln (Maske über Nase und Mund, Abstand halten und dauerlüften) standen dem Spaß an der Arbeit nicht im Weg.

Die schöne Erwartungs- und Lichterzeit war zum 1. Advent bei Allen fühlbar

Text E.A.