Staffelstabübergabe in der Gemeinde Gütersloh-Mitte

Die Gemeinde Gütersloh-Mitte kam am Sonntag zu einem besonderen Gottesdienst zusammen. Das zeigte sich nicht nur daran, dass Apostel Wolfgang Schug den Gottesdienst leitete, sondern auch, dass zahlreiche Gäste aus den umliegenden Gemeinden der Feierstunde beiwohnten. Angekündigt waren Veränderungen im Amtsträgerkreis: Verabschiedung von Vorsteher Klaus-Uwe Ott und Diakon Burkhardt Öffler in den Ruhestand und Einführung von Priester Volker Sädler als neuer Gemeindeleiter.
Als Grundlage zur Predigt diente das Bibelwort aus 1. Thessalonicher 4; 9: „Über die Bruderliebe brauche ich euch nicht zu schreiben; Gott selbst hat euch schon gelehrt, einander zu lieben.“ Apostel Schug ging in seinen Ausführungen auf die Gründung der Gemeinde Thessaloniki ein: „Paulus hatte diese Gemeinde gegründet, weil er Begegnung wollte.“ Auch heute brauche man einander, um treu zu bleiben. Und so sei ein wesentliches Merkmal der Gemeinde die geschwisterliche Liebe. „Eine Gemeinschaft mit Gott ist ohne eine Gemeinschaft mit dem Nächsten nicht vorstellbar“, gab Apostel Schug den Gläubigen mit auf dem Weg.
In seinem Predigtbeitrag unterstrich Hirte Klaus-Uwe Ott den Wert dieser Gedanken: „Wir haben heute ein Rezept bekommen, das wir nur anwenden müssen“, erläuterte er. Weiter machte er deutlich, dass dieser letzte Gottesdienst in seiner Funktion als aktiver Amtsträger ihn mit Ehrfurcht und Dankbarkeit erfülle. „Ich bedanke mich bei euch, dass wir diese Wegstrecke gemeinsam gehen durften“, so der Hirte. Die im Gottesdienst angesprochene Liebe werde man auch in Zukunft gemeinsam weiterhin praktizieren.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls verabschiedete Apostel Schug vor der Gemeinde Diakon Öffler in den Ruhestand mit den Worten: „Ein langjähriges Dienen als aktiver Amtsträger geht heute zu Ende.“ Es sei immer wichtig gewesen, wachsam zu sein: „Nicht um zu kontrollieren, sondern um zu dienen“, betonte der Apostel.
Als  Hirte Klaus-Uwe Ott an den Altar gerufen wurde, erklang das Lied: „Herr, Herr wir danken Dir“, das zahlreiche Chormitglieder in den Wochen zuvor digital aufgenommen hatten und nun für alle als Chorgesang auf der Leinwand zu sehen und zu hören war. Apostel Schug machte in seiner Ansprache an den bisherigen Vorsteher deutlich, dass dieser nicht nur viele Erfahrungen als Amtsträger in mehr als 40 Jahren gesammelt habe. „Du hast das alles gemacht, um dem lieben Gott in seinem Werk zu helfen“, betonte der Apostel.  Klaus-Uwe Ott war 38 Jahre als Priester und viereinhalb Jahre als Vorsteher tätig. Ebenso war er auch in Missionsgebieten wie Portugal und Russland (Kaliningrad) und auch als Fremdsprachenbeauftragter aktiv. „Es ist schwierig, deine Tätigkeit und deinen Einsatz in Worte zu fassen, da  sie umfangreich und groß gewesen sind“, so der Apostel.
Dem zukünftigen Gemeindeleiter Volker Sädler gab Apostel Schug mit auf den Weg, dass die Erwartungen an einen Vorsteher hoch seien. Es gehe nicht darum, perfekt zu sein. Jeder in der Gemeinde solle aber einen Platz im Herzen des Vorstehers haben und „jeder will sicher sein, dass er richtig unterwegs ist“. Dazu sei die Verbindung zum Apostelamt wichtig.
Nach dem Gottesdienst, der durch ein Chorensemble musikalisch untermalt wurde, stellten sich die beiden Ruheständler und der neue Gemeindeleiter vor den Altar, wo sie von den zahlreichen Gästen Glück- und Segenswünsche entgegennahmen.
Text: GW Bilder: RC