Was hat Pizza mit Kirche zu tun, und Tee mit Gottvertrauen?

Ein tiefes DANKE für unsere Brüder und Ihre Frauen, die am kommenden Sonntag aus dem aktiven Kirchendienst scheiden!

Wir haben mal geschaut, wann ihr ins Amt gekommen seid, Verantwortung übernommen habt: Uwe im Jahr 1979, und Burkhardt im Jahr 1987. Zusammen sind das 27.545 Tage – über 75 Jahre! Zusammen mit euren Frauen 150 Jahre Kirchengeschichte! Auch eure Kinder haben ihren Anteil an dieser gewaltigen Arbeit!

Wie oft habt ihr zugehört, hattet schlaflose Nächte, weil die Gemeinde so präsent war, wie viele Stunden standet ihr an der Kirchentür? Habt in die Augen euerer Glaubensgeschwister geschaut, den Schmerz erkannt, gehandelt, auch gebetet! Die Kinder in der Vorsonntagsschule waren euch so wichtig, dass ihr unzählige Unterrichte vorbereitet und durchgeführt habt, genau wie in der Sonntagsschule, für die Jugend seid ihr weite Wege gefahren, habt Gottesdienste vorbereitet in Wort und Tat. Wie oft die Blumen am Altar arrangiert? Ward einladen – wie das früher hieß, da war die Missionsarbeit, in Englisch vor der eigenen Haustüre, aber auch in Portugal und im Baltikum. Was war noch alles: im Chor gesungen, geputzt, geopfert, gelitten, geglaubt, gehofft, gezweifelt, ertragen, und bis heute alles ausgehalten!

Noch einmal die Frage: Was hat Pizza mit Kirche zu tun, und Tee mit Gottvertrauen?

Burkhardt: du hast dich stark gemacht für die Güte-Nacht. Oft vor besonderen Gottesdiensten. Dann hat die Jugend hier in der Kirche übernachtet. Es gab Pizza, Gitarrenmusik, Filme, Gespräche und lange Nächte! Ganz viel intensive Vorbereitung auf den Gottesdienst. Du hast uns von den Unbedachten in unserer Stadt erzählt, die Jugend hat uns immer wieder auf den Gottesdienst für Entschlafene vorbereitet. Viel mehr geht nicht. Du hast Dich dafür eingesetzt! Wir haben es nicht vergessen!

Und die Sache mit dem Tee? Ein Besuch mit dir Uwe bei einem unordentlichen Haushalt – sehr, sehr unordentlich, eigentlich dreckig. Es gab Tee aus einem noch dreckigeren Topf. Du hast das Angebot angenommen und den Tee genommen – was ich nicht verstehen konnte. Auf dem Weg nach Hause habe ich dich gefragt: Warum hast du ja gesagt zum Tee? Deine Antwort habe ich bis heute nicht vergessen: weil wir in SEINEM Auftrag unterwegs sind, ER passt auf uns auf!

Können wir das wirklich würdigen? Irgendwie angemessen DANKE sagen? Niemals! Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene („gut“) und dicere („sagen“), also eigentlich von jemandem gut sprechen, jemanden loben! Genau das möchten wir: von euch gut reden, euch loben!

Zum Glück hat GOTT vorgesorgt. ER riet uns Menschen von vorneherein folgendes: Wenn ihr jemanden segnen wollt, dann nehmt gleich MEINEN Segen, diesen Rat von GOTT erhielt bereits Aaron – diesen Segen möchten wir euch von Herzen wünschen:

Der HERR segne euch und behüte euch; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden. 4. Mose 6, 24-26

Fotos AS